Anleger warten auf den nächsten Ausbruch

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Bitvavo8. Dez. 2025

Der Kryptomarkt hat sich zuletzt beruhigt, doch im Hintergrund baut sich Spannung auf. Da kommt die Frage auf: Bleibt diese Erholung begrenzt oder ist sie der Auftakt zu einer neuen Aufwärtsphase? Ethereum beweist, was Tempo und Vision bewirken können, genau zu dem Zeitpunkt, an dem die traditionellen Märkte ihren Übergang zur Blockchain-Welt begonnen haben. Lies dazu mehr in dieser Ausgabe der Market News.

Markt-Update

In der vergangenen Woche verlief der Kryptomarkt vergleichsweise stabil. Nach dem starken Kursrückgang im Oktober und November kommt der Markt etwas zur Ruhe. Die gesamte Marktkapitalisierung der 125 größten Tokens der Rangliste (ohne Stablecoins) fiel zwischen dem 6. Oktober und dem 21. November um 39 %. Bitcoin erreichte dabei ein Tief von 70.000 € – ganze 35 % unter dem Höchststand von 107.500 €.

Es gibt gute Hinweise darauf, dass der schnelle Einbruch am 21. November das Ende dieser Korrektur markiert. Der Höhepunkt im Handelsvolumen fällt mit einem Hoch bei den „realized losses“ in den On-Chain-Daten zusammen. Das sind typische Signale für eine Kapitulation, bei der Anleger ihre Verluste realisieren und ihre Positionen schließen. Seitdem arbeitet Bitcoin an einer Trendwende; kurzfristig zeigt sich eine Serie von jeweils höheren Tiefpunkten.

Auf der Oberseite der möglichen Bodenbildung hat die Marke von 80.700 € bereits mehrfach eine wichtige Rolle gespielt. Bricht Bitcoin über dieses horizontale Niveau und auch über die fallende Trendlinie aus, gilt die Korrektur als beendet und wir hätten eine neue Rally gestartet.

Die große Frage ist nun, wie weit diese Rally noch gehen kann. Erreichen wir ein neues Allzeithoch? Dann bleibt der Bullenmarkt intakt und wir können in den kommenden Monaten weiter steigende Kurse als Basisszenario erwarten. Scheitert die Rally jedoch unter dem früheren Höchststand von 107.500 €, wäre das ein deutliches Zeichen dafür, dass der Bullenmarkt vorerst vorbei ist.

Im Fokus

Das Ziel von Ethereum

Ethereum entwickelt sich rasant. Dies wird besonders deutlich, wenn man die Upgrades der letzten zwölf Monate vergleicht. Dencun hat Second-Layer-Netzwerke verbilligt, Pectra hat Optimierungen im Hintergrund vorgenommen, und diese Woche ging Fusaka live – weniger als sechs Monate nach dem vorherigen Upgrade. Dieses Tempo ist nicht selbstverständlich. Ethereum wird oft dafür kritisiert, bei Upgrades zu langsam zu sein.

Das Upgrade wurde am Mittwochabend aktiviert und war innerhalb von fünfzehn Minuten abgeschlossen. Die Kernkomponente heißt PeerDAS und ist eine neue Methode zur Verarbeitung von Datenströmen aus Second-Layer-Netzwerken. Validatoren müssen nicht mehr alle komprimierten Transaktionsdaten abrufen, sondern nehmen nur noch Stichproben, die für die Überprüfung der Datenintegrität ausreichen.

Das Prinzip ähnelt dem Data Sampling: Es wird nur das geprüft, was notwendig ist, um mit hoher Wahrscheinlichkeit die Korrektheit des gesamten Pakets sicherzustellen. Dies reduziert die Kosten für Validatoren und verringert die Hardwareanforderungen. Davon profitieren insbesondere kleinere oder neue Node-Betreiber. Dadurch können Second-Layer-Netzwerke, die den Großteil des aktuellen Ethereum-Verkehrs abwickeln, ihre Transaktionen schneller und kostengünstiger verarbeiten.

Inzwischen richtet sich der Blick schon auf das nächste Upgrade: Glamsterdam. Was es genau beinhalten wird, steht noch nicht fest, aber der Kurs von Ethereum ist klar: Statt großer, komplexer Releases setzt man auf eine Reihe kleinerer Schritte, die die Skalierbarkeit dauerhaft verbessern sollen.

Passenderweise fällt Fusakas Veröffentlichung mit Aussagen des SEC-Vorsitzenden Paul Atkins zusammen. Er prognostiziert, dass der US-Finanzmarkt innerhalb von zwei Jahren auf Blockchaintechnologie umsteigen wird – nicht aus Ideologie, sondern wegen Transparenz, Effizienz und besserem Risikomanagement. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten und immer mehr institutionelle Akteure ähnliche Absichten äußern, stellt sich die Frage: Welche Netzwerke können eine solche Migration tragen?

Vorerst ist Ethereum der klare Gewinner. Über 65 % aller Aktivitäten im Bereich Tokenisierung finden derzeit auf Ethereum statt. Ob diese Führungsposition bestehen bleibt, ist noch offen. Am Innovationstempo liegt es jedenfalls nicht. Fusaka zeigt, wohin Ethereum unterwegs ist: Hin zu einer immer besser skalierenden Infrastruktur, die das ermöglicht, was die großen Finanzmärkte in den kommenden Jahren benötigen werden.

Weitere Nachrichten

  • Argentinien möchte Banken den Handel mit Kryptowährungen wieder erlauben. Die Zentralbank erwägt die Aufhebung des jahrelangen Verbots. Banken könnten dann den Handel und die Verwahrung von Krypto-Assets anbieten. Dieser Schritt entspricht der Realität: Viele Argentinier nutzen Bitcoin und insbesondere Stablecoins, um die Inflation abzufedern. Mit neuen Regeln will die Zentralbank Argentiniens (BCRA) diese Nutzung formalisieren, die Anforderungen an die Identitätsprüfung (KYC/AML) verschärfen und den Wettbewerb mit informellen Börsen fördern.

  • Harvard investiert weiter in seine Strategie der Währungsabwertung, insbesondere in Bitcoin. Im dritten Quartal erhöhte die Universität ihre Bitcoin-Position über IBIT von 117 Millionen auf 443 Millionen $. Auch ihr Gold-Engagement wuchs, von 102 Millionen auf 235 Millionen $. Laut Matt Hougan, CIO von Bitwise, setzt Harvard gezielt auf die Abwertung von Fiatwährungen und investiert dabei bemerkenswerterweise doppelt so viel in Bitcoin wie in Gold.

  • Western Union entwickelt eine Prepaid-Karte für Stablecoins, die speziell für Länder mit hoher Inflation konzipiert ist. Die Karte erweitert das bestehende Prepaid-Angebot von Western Union und richtet sich vor allem an Personen, die internationale Geldtransfers tätigen und empfangen. Diese Gelder müssen dann nicht mehr in einer Währung mit rapidem Wertverlust gehalten werden. Western Union arbeitet außerdem an einem eigenen Stablecoin, USDPT, dessen Einführung auf Solana für Anfang 2026 geplant ist.

  • Kalshi schließt Vertrag mit CNBC für Echtzeitprognosen ab. Der Hauptkonkurrent von Polymarket baut seine Position in den traditionellen Medien weiter aus. Nach einer Vereinbarung mit CNN hat das Unternehmen nun einen mehrjährigen Datenvertrag mit CNBC bekannt gegeben. Ab 2026 wird der Sender die Marktchancen von Kalshi (wie beispielsweise die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung) in seine Sendungen, auf seiner Website und in seiner App integrieren. Dadurch werden Prognosemärkte für Millionen von Zuschauern immer sichtbarer.

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