Die Risikoaufklärung beschreibt verschiedene Risiken, die mit dem Trading von Kryptowährungen verbunden sind.
Bitvavo Risikoaufklärung |
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Version vom: 15. Juli 2025 |
Einleitung |
Bitvavo B.V. („Bitvavo“) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht mit Sitz in den Niederlanden (Handelsregisternummer: 68743424). Der eingetragene Firmensitz befindet sich an der Keizersgracht 281, 1013ED Amsterdam, Niederlande. Bitvavo ist von der niederländischen Finanzmarktaufsicht (Autoriteit Financiële Markten – AFM) als Anbieter von Kryptodienstleistungen gemäß der Verordnung (EU) 2023/1114 über Märkte für Krypto-Assets (MiCA), in ihrer jeweils gültigen Fassung, zugelassen. Bitvavo ist u. a. berechtigt, den Betrieb einer Handelsplattform für Krypto-Assets als Dienstleistung anzubieten. Bitvavo Custody B.V. („Bitvavo Custody“) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht (Handelsregisternummer: 80118844), deren eingetragener Sitz sich an der Keizersgracht 281, 1013ED Amsterdam, Niederlande, befindet. Die von Bitvavo und Bitvavo Custody angebotenen Services unterliegen den Bedingungen der Nutzungsvereinbarung (die „Nutzungsvereinbarung“). Bitvavo Custody ist nur im Zusammenhang mit dem Lending Service („Lending Service“) eine Vertragspartei der Nutzungsvereinbarung, sofern zutreffend. Die Nutzung der Bitvavo-Services und der Bitvavo-Handelsplattform sowie der Handel mit Digitalen Vermögenswerten kann Risiken beinhalten, die außerhalb der Kontrolle von Bitvavo liegen. Bitvavo und Bitvavo Custody haften nicht für solche Risiken. Diese Risikoaufklärung enthält eine nicht abschließende Auflistung solcher Risiken. Es können weitere, in diesem Dokument nicht genannte Risiken bestehen, die speziell auf einzelne Digitale Vermögenswerte zutreffen. Diese werden – sofern verfügbar – im jeweiligen Whitepaper des Digitalen Vermögenswerts aufgeführt. Für Digitale Vermögenswerte, die über die Bitvavo-Handelsplattform handelbar sind, wird auf die entsprechenden Whitepaper auf der Bitvavo-Handelsplattform und/oder innerhalb der Bitvavo-Umgebung verwiesen. Dieser Anhang stellt keine vollständige Offenlegung aller Risiken im Zusammenhang mit dem Handel oder der Investition in Digitale Vermögenswerte dar. Es ist für den Nutzer wichtig, sorgfältig zu prüfen, ob Investitionen in Digitale Vermögenswerte und die Nutzung der Bitvavo-Services im Hinblick auf seine Risikotoleranz, Anlageziele, finanzielle und steuerliche Situation sowie persönliche und rechtliche Gegebenheiten geeignet sind. Diese Risikoaufklärung, die einige der wesentlichen Risiken bei der Nutzung der Bitvavo-Services beschreibt, kann bei dieser Einschätzung hilfreich sein. Begriffe, die in diesem Dokument verwendet und nicht gesondert definiert werden, sind in der Nutzungsvereinbarung definiert. Diese Risikoaufklärung ist in englischer Sprache sowie in weiteren Sprachfassungen verfügbar. Bei Abweichungen hat die englische Fassung Vorrang. |
1. Marktrisiko Jede Investition ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der Wert Digitaler Vermögenswerte kann erheblich schwanken. Es besteht ein inhärentes Risiko, dass ein Nutzer bei einem Handel mit Digitalen Vermögenswerten und der Inanspruchnahme der entsprechenden Services von Bitvavo erhebliche Verluste erleidet. Die vergangene Wertentwicklung bestimmter Digitaler Vermögenswerte ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Eine solche Investition ist nur für Nutzer geeignet, die den vollständigen Verlust des investierten Kapitals tragen können, und sollte nicht als stabile Einkommensquelle angesehen oder mit dieser Erwartung eingegangen werden. Dies bedeutet, dass der Nutzer für jeden der von ihm in Betracht gezogenen Services prüfen sollte, ob das damit verbundene Risiko zu seiner finanziellen Situation, seiner Risikobereitschaft und seinen sonstigen persönlichen Umständen passt. 1.1. Liquiditätsrisiko Einige Digitale Vermögenswerte können eine geringe Liquidität aufweisen. Dies kann dazu führen, dass Aufträge nicht rechtzeitig zu gewünschten Preisen ausgeführt werden oder nur teilweise ausgeführt werden. Illiquide Märkte können zu größeren Spreads und höheren Handelskosten führen. Die Volatilität ist in solchen Märkten in der Regel höher, da die Orderbücher weniger tief sind. 1.2. Entkopplungsrisiko Bestimmte digitale Vermögenswerte orientieren sich an anderen Fiat-Währungen oder Vermögensklassen und sollen einen stabilen Wert beibehalten (in der Regel sogenannte Stablecoins). Der Wert solcher Vermögenswerte kann jedoch sinken, wenn sie aufgrund von Marktbedingungen, Ausfällen oder Insolvenzen der Emittenten, dem Verlust von Reservevermögen oder regulatorischen Maßnahmen ihre 1:1-Bindung verlieren. Nutzer können dadurch teilweise oder vollständig Verluste erleiden. 1.3. Slippagerisiko Marktaufträge („Market Order“) können zu einem anderen als dem ursprünglich angezeigten Preis ausgeführt werden. Ursachen hierfür können hohe Volatilität, geringe Liquidität oder Verzögerungen bei der Ausführung sein. 1.4. Währungsrisiko Auch US-Dollar-basierte Coins (z. B. USDC) werden auf der Bitvavo-Handelsplattform angeboten. Für Nutzer mit Euro als Basiswährung besteht daher ein Währungsumrechnungsrisiko. 1.5. Konzentrationsrisiko Ereignisse, die sich auf einen bestimmten Digitalen Vermögenswert auswirken, können sich erheblich auf ein Portfolio auswirken, das stark auf diesen Vermögenswert konzentriert ist. |
2. Kryptotechnologie- und designbedingte Risiken Digitale Vermögenswerte sind weder durch Regierungen noch durch Rohstoffe wie Gold abgesichert. Es gibt keine Zentralbank, die in Krisenzeiten Maßnahmen zum Schutz des Wertes Digitaler Vermögenswerte ergreifen kann, etwa durch die Ausgabe zusätzlicher Einheiten. Stattdessen sind Digitale Vermögenswerte autonom und größtenteils unreguliert innerhalb von Blockchain-Netzwerken organisiert. Das bedeutet, dass der Nutzer darauf vertrauen muss, dass ein digitales, dezentralisiertes und teilweise anonymes System, das auf Peer-to-Peer-Kommunikation und Kryptografie basiert, ordnungsgemäß funktioniert. Nutzer müssen sich der mit der Technologie verbundenen Risiken bewusst sein, darunter (aber nicht beschränkt auf): Ausfälle bei Hardware, Software oder Internetverbindung, Schadsoftware oder Cyberangriffe, unbefugter Zugriff Dritter auf Informationen und/oder Vermögenswerte (einschließlich Digitaler Vermögenswerte), Ausfälle oder Störungen in Blockchain-Netzwerken, andere Formen von Angriffen auf die Infrastruktur. Dies bedeutet auch, dass Bitvavo keine Kontrolle über, oder Haftung für Lieferung, Qualität, Sicherheit, Rechtmäßigkeit oder sonstige Aspekte der Digitalen Vermögenswerte hat, für die es Services anbietet. |
3. Systemisches Risiko Das Krypto-Wirtschaftssystem ist stark vernetzt. Bestimmte Akteure wie Handelsplattformen, Stablecoin-Emittenten, Verwahrstellen (Custodians) und Liquiditätsanbieter nehmen zentrale Rollen ein. Der Ausfall oder die Insolvenz eines bedeutenden Teilnehmers – beispielsweise einer viel genutzten Börse, eines Stablecoin-Emittenten oder einer Verwahrstelle – kann Kettenreaktionen oder einen umfassenden Vertrauensverlust im Markt auslösen. Dies kann die Liquidität, Preisbildung oder Zugänglichkeit einer Vielzahl von digitalen Vermögenswerten beeinträchtigen – selbst solcher, die nicht direkt mit dem betroffenen Teilnehmer verbunden sind. Bitvavo kann solche systemweiten Risiken nicht verhindern oder abschwächen und kann durch geteilte Infrastrukturen, Gegenparteien oder Marktverflechtungen ebenfalls betroffen sein. Nutzer sollten sich bewusst sein, dass systemische Risiken zu Unterbrechungen der Dienste, vorübergehender Nichtverfügbarkeit von Vermögenswerten oder plötzlichen Wertänderungen führen können. |
4. Regulatorische und gesetzliche Risiken Gesetzliche oder regulatorische Änderungen können erhebliche Auswirkungen auf den derzeitigen Aufbau der Bitvavo-Handelsplattform haben. Solche Änderungen können auch bedeuten, dass einzelne digitale Vermögenswerte wesentlich angepasst werden müssen. Bitvavo kann nicht garantieren, dass regulatorische oder gesetzliche Änderungen nicht zur Einschränkung oder Beendigung bestimmter Dienste auf der Bitvavo-Handelsplattform führen. |
5. Steuerliche Risiken Der Kauf, Verkauf, Tausch oder das Halten Digitaler Vermögenswerte kann steuerliche Folgen für den Nutzer haben. Einige Länder haben bereits spezifische steuerliche Regelungen für Digitale Vermögenswerte eingeführt, weitere Änderungen oder zusätzliche Vorschriften sind jedoch zu erwarten. Bitvavo kann unter bestimmten Umständen – jetzt oder zukünftig – verpflichtet sein, Quellensteuer einzubehalten. Einbehaltene Steuerbeträge werden an die zuständigen Steuerbehörden abgeführt und können von Bitvavo nicht erstattet werden. Bitvavo kann verpflichtet sein, Informationen über Transaktionen oder Digitale Vermögenswerte des Nutzers an eine oder mehrere Steuerbehörden zu melden, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Bitvavo wird Steuern auf Nutzertransaktionen einbehalten, soweit dies nach geltendem Recht erforderlich ist. Darüber hinaus kann Bitvavo steuerliche Dokumente oder Nachweise über den steuerlichen Status des Nutzers sowie dessen Steueridentifikationsnummer oder ähnliche Angaben anfordern, sofern dies gesetzlich erforderlich ist. Nutzer sollten ihre individuelle steuerliche Situation im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten eigenständig prüfen und vor Investitionsentscheidungen einen Steuerberater konsultieren. |
6. Risiko von Software-Schwächen Die Technologien Digitaler Vermögenswerte sowie Plattformen wie Smart-Contract-Systeme und andere damit zusammenhängende Technologien, einschließlich ihrer zugrundeliegenden technischen Konzepte und Theorien, befinden sich größtenteils noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Sie sind unbewiesen und außerhalb des Einflussbereichs von Bitvavo. Es besteht ein grundsätzliches Risiko, dass diese Technologien Schwächen, Sicherheitslücken oder Fehler enthalten. Solche Schwächen könnten beispielsweise zum vollständigen Verlust Digitaler Vermögenswerte führen – auch dann, wenn die von Bitvavo eingesetzte Software und Infrastruktur ordnungsgemäß funktioniert. Viele der für den Verkauf, Transfer oder das Halten digitaler Vermögenswerte erforderlichen Technologien und Software-Anwendungen werden nicht von einem klassischen Softwareanbieter herausgegeben oder von einer zentralen Stelle zertifiziert. Das bedeutet, dass keine einzelne Partei für potenzielle Mängel haftbar gemacht werden kann. Bitvavo verwendet anerkannte Sicherheitszertifikate, die von Drittanbietern (sogenannten Certificate Authorities) ausgestellt werden und allgemein als sicherheitssteigernd gelten. Dennoch kann Bitvavo letztlich nicht garantieren, dass diese Zertifikate auf der Handelsplattform gültig oder korrekt sind. Die regelmäßige Aktualisierung der Bitvavo-App, des Internetbrowsers sowie des zugrundeliegenden Betriebssystems kann helfen, bestimmte Risiken und Schwachstellen zu minimieren. |
7. Risiko in Bezug auf Diebstahl und Internet-Sicherheitslücken Die Softwareanwendungen und sonstigen technischen Komponenten, die die Bitvavo-Handelsplattform und ihre Dienste unterstützen, können Ziel elektronischer oder physischer Angriffe sein. Solche Angriffe können zur unwiderruflichen Entwendung oder zum Verlust Digitaler Vermögenswerte oder zum Diebstahl bzw. Verlust persönlicher Daten führen. Diese Risiken bestehen trotz bestehender Sicherheitsmaßnahmen, da keine digitale Infrastruktur vollständig vor Cyberbedrohungen oder technologischem Versagen geschützt ist. |
8. Risiko der Aufhebung der Vorteile der 2FA Bitvavo empfiehlt dringend, dass der Nutzer die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) nutzt. Es ist jedoch zu beachten, dass der Sicherheitsvorteil der 2FA effektiv reduziert oder aufgehoben werden kann, wenn beide Authentifizierungsfaktoren mit denselben Zugangsdaten oder Geräten zugänglich sind. |
9. Risiko schwacher Login-Daten und Verlust von Zugangsdaten. Wenn der Nutzer in Fällen, in denen Bitvavo dies vorsieht, keine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) nutzt, kann jede Person, die das Passwort und die E-Mail-Adresse des Nutzers kennt, möglicherweise auf das Nutzerkonto und die bei Bitvavo verwahrten Digitalen Vermögenswerte zugreifen und im Namen des Nutzers Order platzieren. Das bei der Registrierung gewählte Passwort (und dessen spätere Änderungen) kann Angriffen ausgesetzt sein, selbst wenn es einzigartig und nur dem Nutzer bekannt ist. Das Risiko steigt, wenn das Passwort schwach ist (in Länge und/oder Komplexität) und/oder persönliche Details enthält (z. B. Name, Geburtsdatum, Wohnort) oder Wörter aus einem Wörterbuch. Bitvavo empfiehlt, immer ein starkes und einzigartiges Passwort zu wählen (das nicht bei anderen Diensten verwendet wird) und die 2FA zu aktivieren. Während stärkere Passwörter statistisch weniger wahrscheinlich von Angreifern geknackt werden, ist kein Passwort vollkommen sicher. Der Indikator zur Passwortstärke wird anhand allgemeiner Parameter berechnet und überprüft nicht, ob das Passwort persönliche Daten oder Wörter aus einem Wörterbuch enthält. Dieser Indikator sollte nur als Richtlinie verstanden werden. |
10. Risiko von Phishing und/oder Social Engineering SMS- und E-Mail-Dienste sind anfällig für Spoofing- und Phishing-Angriffe. Der Nutzer sollte sich stets in sein Konto einloggen, um Transaktionen oder erforderliche Maßnahmen zu überprüfen, wenn Unsicherheit hinsichtlich der Echtheit einer Mitteilung oder Benachrichtigung besteht. Phishing-Angriffe können trotz SMS-, E-Mail- oder ähnlichen Diensten auch über Suchmaschinen, Anzeigen in Suchmaschinen oder andere betrügerische Links erfolgen. Obwohl Bitvavo die Teilnahme an der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) dringend empfiehlt, kann die 2FA erfolgreiche Phishing- und/oder Social-Engineering-Angriffe nicht verhindern, wenn die Anmeldedaten des Nutzers einschließlich der 2FA in einem solchen Angriff offengelegt werden. Phishing oder Social Engineering können zum Diebstahl oder Verlust der Digitalen Vermögenswerte des Nutzers führen. |
11. Trading Services Digitale Vermögenswerte sind volatile Anlagen und können von irrationalen und/oder rationalen Spekulationsblasen oder Vertrauensverlust betroffen sein, die zu einem Zusammenbruch der Nachfrage im Verhältnis zum Angebot und umgekehrt führen können. Dies bedeutet, dass der Nutzer beim Investment in diese Vermögenswerte einen erheblichen und sogar vollständigen Verlust erleiden kann. Dieses Risiko besteht auch beim Handel mit Stablecoins. Wenn der Nutzer auf der Bitvavo-Handelsplattform einer Market-Order platziert, kann der Ausführungspreis erheblich von dem auf der Plattform angezeigten Preis abweichen. Dies ist auf eine Preisänderung zwischen dem Zeitpunkt der Orderaufgabe durch den Nutzer und der tatsächlichen Ausführung zurückzuführen und wird allgemein als „Slippage“ bezeichnet. Die Ausführung einer Order hängt stets von ausreichender Liquidität auf der Bitvavo-Handelsplattform ab. Dies bedeutet, dass manche Order nicht sofort ausgeführt werden können und die Ausführung während Zeiten hoher Volatilität und/oder geringer Liquidität verzögert werden kann oder ganz ausbleiben kann. Dies kann zu einem ungünstigeren Preis als erwartet oder zu einem Nichterfüllen der Transaktion zum gewünschten Preis führen. Darüber hinaus bergen illiquide Märkte ein erhöhtes Verlustrisiko, da sie stärkeren Preisschwankungen ausgesetzt sein können. Es besteht keine Garantie, dass Märkte für Digitale Vermögenswerte es Nutzern ermöglichen, Positionen zu akzeptablen Preisen zu eröffnen oder zu schließen oder dass diese Märkte zum gewünschten Zeitpunkt überhaupt aktiv und liquide sind. |
12. Bitvavo Handelsplattform und Handelsrisiken Während Zeiten hoher Handelsvolumina, Illiquidität und/oder Volatilität können Unterbrechungen und/oder Fehler beim Handel auftreten. Dies kann zu Einschränkungen der Services führen, einschließlich der Unfähigkeit, Order zu platzieren oder auszuführen. Dadurch können Order oder Transaktionen verzögert werden, ganz ausbleiben oder zu ungünstigen Preisen ausgeführt werden. Zudem kann Bitvavo etwaige Fehler korrigieren, zum Beispiel durch Änderung oder Stornierung bereits ausgeführter Order, was sowohl zu Gunsten als auch zu Ungunsten des Nutzers geschehen kann. Dies kann unerwartete finanzielle Verluste oder verpasste Handelsmöglichkeiten zur Folge haben. |
13. Preisgarantieservice Wenn der Nutzer den Preisgarantie-Service aktiviert hat, wird ihm ein garantierter Preis angeboten, den er vor der Ausführung akzeptieren kann. Allerdings wird dem Nutzer nicht immer für jeden Digitalen Vermögenswert auf der Bitvavo-Handelsplattform ein garantierter Preis über den Preisgarantieservice angeboten. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Volatilität und Liquidität zu einem bestimmten Zeitpunkt und Markt, wodurch sich die Ausführung von Ordern verzögern oder ganz ausbleiben kann. Wenn Bitvavo dem Nutzer keinen garantierten Preis anbieten kann oder eine Order nicht zum garantierten Preis ausgeführt werden kann, wird Bitvavo den Nutzer entsprechend informieren. Akzeptiert der Nutzer ein Angebot mit garantiertem Preis für seine Order, trägt er während der kurzen Zeitspanne zwischen der Annahme des Preises und der Ausführung seiner Order im RfQ-Segment der Bitvavo-Handelsplattform kein Marktrisiko. Um jedoch unvorhergesehene Preisschwankungen in dieser Zeit abzudecken, kann der garantierte Preis einen Zuschlag enthalten, der im Marktpreis für den betreffenden Digitalen Vermögenswert enthalten ist. Ändert sich der Marktpreis nach der Orderaufgabe zugunsten des Nutzers, wird die Order dennoch zum angenommenen garantierten Preis ausgeführt. Hätte der Nutzer die Order nicht über den Preisgarantieservice aufgegeben, hätte der Marktpreis im CLOB (Central Limit Order Book) besser sein können als der garantierte Preis. Derzeit ist Inveniam B.V. der einzige Market Maker im RFQ-Segment der Bitvavo-Handelsplattform, der auf Preisgarantie-Orders reagiert. Inveniam B.V. ist ein Unternehmen, das mit Bitvavo verbunden ist. Der Nutzer sollte beachten, dass diese Konzernbeziehung potenzielle Interessenkonflikte mit sich bringen kann. Bitvavo bemüht sich, die Risiken zu mindern, die sich daraus ergeben, dass Inveniam B.V. der alleinige Market Maker im RFQ-Segment ist, und strebt transparente, faire und wettbewerbsfähige Märkte für digitale Vermögenswerte an. Weitere Details zu Interessenkonflikten sind in der Interessenkonflikt-Erklärung zu finden. |
14. Keine Beratung Die Verfügbarkeit Digitaler Vermögenswerte zum Handel auf der Bitvavo-Handelsplattform stellt weder eine Empfehlung zum Abschluss einer bestimmten Transaktion dar, noch eine Zusicherung, dass ein Digitaler Vermögenswert für den Nutzer geeignet oder passend ist. Jegliche Informationen, die Bitvavo dem Nutzer auf der Webseite, in der Bitvavo-Umgebung oder anderweitig bereitstellt, sind nicht als Investitions-, Finanz-, Handels-, Rechts-, Regulierungs-, Steuer- oder Buchhaltungsberatung zu verstehen. Sie sind nur indikativ, können Inhalte Dritter enthalten und können ohne Vorankündigung geändert werden. Obwohl wir bestrebt sind, die Informationen auf der Webseite und in der Bitvavo-Umgebung so genau wie möglich zu halten, besteht das Risiko, dass sie unvollständig, veraltet oder ungenau sind. Der Nutzer ist allein verantwortlich für alle Anlageentscheidungen, einschließlich der Entscheidung, nicht zu handeln, sowie für die Bewertung der Relevanz, Genauigkeit, Angemessenheit und Verlässlichkeit der von uns bereitgestellten Informationen. |
15. Custody Services Um die Sicherheit der vom Nutzer eingezahlten Digitalen Vermögenswerte zu erhöhen, kann die Stiftung Digitale Vermögenswerte in Cold Wallets speichern, auch bekannt als Offline- oder Kaltlagerung, von denen einige von Drittanbietern bereitgestellt werden. Diese vollständige Isolierung von Online-Netzwerken ist das entscheidende Merkmal von Cold Wallets, die maximalen Schutz für die Aufbewahrung Digitaler Vermögenswerte bieten sollen. Dies kann zu Verzögerungen bei der Auszahlung eines Digitalen Vermögenswertes an den Nutzer führen. Darüber hinaus hat Bitvavo keinen Einfluss auf die Funktionalität, Sicherheit, Verfügbarkeit und/oder Kontinuität der Dienste von Drittverwahrern und haftet nicht für Vorfälle, die zu Verlusten digitaler Vermögenswerte oder dem Zugriff auf Digitale Vermögenswerte führen, sofern diese nicht auf Bitvavo zurückzuführen sind. Die Konten des Nutzers (einschließlich aller darauf befindlichen Vermögenswerte) sind nicht gegen Verluste garantiert oder versichert. |
16. Transfer Services Jede Überweisung eines Digitalen Vermögenswertes erfordert korrekte Angaben vom Nutzer und kann zum Verlust dieses Vermögenswertes führen, wenn die Angaben fehlerhaft sind. Dies liegt in der Natur der Blockchain, bei der Transaktionen grundsätzlich nicht rückgängig gemacht werden können. Es liegt in der Verantwortung des Nutzers, jede beabsichtigte Überweisung auf Richtigkeit zu überprüfen – sonst trägt er das Risiko eines Verlustes seiner Vermögenswerte. |
17. Krypto-Sparplan (Recurring Buy) Mit der Funktion „Krypto-Sparplan“ (Recurring Buy) bietet Bitvavo die Möglichkeit, regelmäßig einen festen Betrag automatisiert in ausgewählte Digitale Vermögenswerte zu investieren. Das Hauptmerkmal von Recurring Buy ist, dass der Nutzer konsistent einen festen Betrag monatlich investiert, unabhängig vom aktuellen Preis der betreffenden Digitalen Vermögenswerte zum Zeitpunkt der monatlichen Investition. Dieser Ansatz kann das Risiko von Markt-Timing reduzieren und potenziell zu einem durchschnittlichen Kaufpreis führen, der weniger empfindlich gegenüber kurzfristigen Schwankungen ist. Allerdings kann diese Methode auch zu geringeren Renditen führen im Vergleich zu einer Einmalanlage, wenn die Märkte langfristig konstant steigen. |
18. Staking Service Wenn der Nutzer den Staking-Service aktiviert hat, kann Bitvavo berechtigte Digitale Vermögenswerte, die bei der Stiftung gehalten werden, als Validator oder Delegator in einem Drittanbieter-Proof-of-Stake-Blockchain-Protokoll oder -Netzwerk einsetzen. Der Staking-Service ist abhängig von der Funktionsfähigkeit der zugrundeliegenden dezentralisierten Blockchain-Protokolle, welche von spezialisierten Drittparteien verwaltet und reguliert werden. Bitvavo kann verlorene Digitale Vermögenswerte nicht zurückholen oder wiederherstellen, wenn die Protokolle ausfallen, gestört werden oder vollständig aufhören zu existieren. Die Staking-Rewards können sich von Zeit zu Zeit ändern, und es besteht das Risiko, dass die Rewards nach Aktivierung des Staking-Services sinken. Risiken beim Staking Digitaler Vermögenswerte umfassen unter anderem:
Die meisten Digitalen Vermögenswerte im Staking werden auf native Proof-of-Stake (PoS)-Plattformen eingesetzt, während nur ein kleiner Teil über Smart Contracts direkt gestakt wird. Smart-Contract-Staking bietet zwar Rewards, birgt aber auch Risiken wie Fehler oder Sicherheitslücken im Vertrag sowie Risiken durch Änderungen am zugrundeliegenden Protokoll. Bitvavo bewertet alle Protokolle sorgfältig, bevor sie unterstützt werden. Bitvavo bestimmt, welche Validatoren verwendet werden; die Nutzer nehmen nicht an der Validator-Auswahl oder der Governance der Digitalen Vermögenswerte teil. Weitere Details zu den Risiken des Stakings sind in der Staking-Risikoaufklärung auf unserer Webseite und in der App verfügbar. |
19. Lending Service Wenn der Nutzer den Lending-Service aktiviert hat, kann Bitvavo Custody berechtigte Digitale Vermögenswerte ausleihen und an Parteien weiterverleihen, die Liquidität für die Bitvavo-Handelsplattform bereitstellen. Bitvavo Custody ergreift verschiedene Maßnahmen zur Risikominderung, darunter die Bewertung der Kreditwürdigkeit der Kreditnehmer, Sicherheitenforderungen, fortlaufende Überwachung auf Anzeichen von Ausfall oder Insolvenz, Diversifikation des Kreditportfolios und Verfahren zur Rückgewinnung der Vermögenswerte im Fall von Ausfall oder Insolvenz. Trotz dieser Sicherheiten können Kreditnehmer dennoch ausfallen. Verluste durch solche Ausfälle werden nicht direkt den Nutzern zugerechnet, die den Lending-Service aktiviert haben, allerdings besteht ein Restrisiko gegenüber Bitvavo Custody. Nutzer können somit Teile ihrer verliehenen Digitalen Vermögenswerte und/oder Lending-Rewards verlieren, falls Bitvavo Custody die Vermögenswerte nicht zurückerhält und insolvent wird. Dies bedeutet, dass der Nutzer einem Gegenparteirisiko auf Ebene von Bitvavo Custody ausgesetzt ist. Die Belohnungen beim Lending-Service sind nicht garantiert und können sich ändern. Für die Berechnung der Belohnungen siehe unsere unserer Preisrichtlinie. Weitere Details zu Risiken im Zusammenhang mit Lending sind in der Lending-Risikoaufklärung auf unserer Webseite und in der App verfügbar. |
20. API (Schnittstelle zur Programmierung von Anwendungen) Durch die Nutzung der API kann der Nutzer Dritten über API-Schlüssel erlauben, mit seinem Konto zu interagieren. Diese Dritten sind möglicherweise weder mit Bitvavo verbunden noch von Bitvavo genehmigt. Bevor der Nutzer einer solchen Partei Zugang gewährt, sollte er eine sorgfältige Prüfung (Due Diligence) vornehmen, um sicherzustellen, dass diese vertrauenswürdig ist. Es wird dringend empfohlen, nur die minimal notwendigen Berechtigungen für die API-Schlüssel zu erteilen und die IP-Whitelist-Funktion zu verwenden, um den Zugriff einzuschränken. Die Nutzung der API erfolgt auf eigenes Risiko des Nutzers. Bitvavo haftet nicht für finanzielle Verluste, einschließlich, aber nicht beschränkt auf den Verlust digitaler Vermögenswerte, die durch die Nutzung der API entstehen. Wenn der Nutzer seine privaten API-Schlüssel mit Dritten teilt, könnten diese oder ihre IT-Systeme (etwa wenn automatisierte Handels-Bots über die API genutzt werden) in einer Weise mit der Bitvavo-Handelsplattform interagieren, die vom Nutzer nicht beabsichtigt oder erwartet war. Bitvavo kann jede durch den privaten API-Schlüssel signierte Anweisung als gültig und verbindlich betrachten, bis der Nutzer oder eine andere Partei Bitvavo rechtzeitig über eine Sicherheitsverletzung oder Unregelmäßigkeit bezüglich der API-Schlüssel informiert. |
21. Operationelles Risiko Bitvavo bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit und zuverlässige Plattformleistung. Dennoch können während Phasen von Marktstress technische Probleme auftreten, einschließlich Ausfällen oder Unterbrechungen des Dienstes, die Ein- und Auszahlungen oder den Handel blockieren können; verzögerte Order-Ausführungen, insbesondere bei Market Ordern in volatilen Phasen; und Preisabweichungen durch Verzögerungen oder Liquiditätsengpässe. Bitvavo kann ausgeführte Transaktionen gemäß den Handelsregeln stornieren oder anpassen. Dies kann zu verpassten Handelsgelegenheiten oder unerwarteten Verlusten führen. |
22. Kreditrisiko Nutzer sind Kreditrisiken ausgesetzt, wenn Gegenparteien ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Dies kann andere Nutzer, Bitvavo Custody oder externe Institutionen betreffen, die im Namen des Nutzers innerhalb der Stiftung Gelder halten. Bitvavo Custody Bei Diensten wie Lending oder verzögerter Abwicklung tragen Nutzer das Kreditrisiko von Bitvavo Custody. Sollte Bitvavo Custody zahlungsunfähig werden, könnten Nutzer Teile oder alle ihrer Vermögenswerte oder Rewards verlieren. Gegenparteirisiko Gegenparteien können geliehene Vermögenswerte nicht zurückgeben oder Verpflichtungen nicht erfüllen. Bitvavo garantiert keine Leistungen Dritter, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Kreditinstitute Fiat-Gelder, die bei Drittbanken gehalten werden, unterliegen dem Kreditrisiko dieser Institute. Auch wenn diese reguliert sind, besteht das Risiko eines Zahlungsausfalls, insbesondere bei Verlusten, die über versicherte Beträge hinausgehen oder nicht durch Schutzsysteme gedeckt sind. Keine Garanttiesysteme Die im Rahmen der Nutzungsvereinbarung erbrachten Services unterliegen keinem Einlagensicherungs- oder Anlegerschutzsystem. Nutzer tragen das volle Risiko, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist. |
Version vom: 01. Juni 2025
Dieses Dokument (die „Risikoaufklärung“) ist Teil der Nutzungsvereinbarung von Bitvavo. Die hier verwendeten, aber nicht definierten Begriffe sind in der Nutzungsvereinbarung definiert.
Diese Erklärung wurde in englischer und in anderen Sprachen abgefasst. Im Falle einer Abweichung ist die englische Fassung maßgeblich.
Der Nutzer nutzt die Services ausschließlich auf eigenes Risiko. Durch die Annahme der Nutzungsvereinbarung akzeptiert der Nutzer auch die in dieser Risikoaufklärung dargestellten Risiken und stimmt diesen zu. Die vorliegende Risikoaufklärung enthält einige der wesentlichsten Risiken bei der Nutzung der Services, kann jedoch nicht alle mit der Nutzung der Services verbundenen Risiken umfassen.
1. Aufgrund der Volatilität der Preise digitaler Vermögenswerte können Nutzer durch den Kauf von und den Handel mit digitalen Vermögenswerten einen erheblichen und sogar vollständigen Verlust von Geldmitteln erleiden. Nutzer müssen sorgfältig abwägen, ob der Handel mit digitalen Vermögenswerten für ihre Risikotoleranz und ihre finanzielle Lage geeignet ist. Für die Services sollten Nutzer nur solche Geldmittel verwenden, deren vollständigen Verlust sie in Kauf nehmen können.
2. Bitte beachten Sie, dass dieses Risiko auch in Verbindung mit den sogenannten „Stablecoins“ besteht, d. h. digitalen Vermögenswerten, deren Zweck es ist, einen konstanten Wechselkurs von in der Regel 1:1 oder eine Koppelung an eine traditionelle Fiat-Währung zu halten. Diese Koppelung kann u. a. durch ein Gegenüber, das sich zum Umtausch der Stablecoins in Fiat-Währung verpflichtet, oder durch einen auf der Blockchain laufenden Algorithmus erreicht werden. Es gibt keine Garantie dafür, dass Stablecoins diese Koppelung aufrechterhalten, und in der Vergangenheit haben mehrere Stablecoins diese Koppelung verloren. Dies kann in der Zukunft, wie in der Vergangenheit bereits geschehen, zu einem vollständigen oder teilweisen Verlust der Geldmittel von Stablecoin-Inhabern führen. Die Koppelung kann aus einer Vielzahl von Gründen verloren gehen, u. a. durch den Ausfall eines wesentlichen Gegenübers oder den Ausfall der Funktionsfähigkeit eines wesentlichen Algorithmus. Stablecoins werden von Dritten ausgegeben, und ihre Funktionsweise wird von Dritten hergestellt und aufrechterhalten, die außerhalb des Einflussbereichs von Bitvavo liegen. Im Falle des Verlusts einer Koppelung bestehen bei Stablecoins im Allgemeinen nur sehr wenige bis gar keine Rückgriffsmöglichkeiten.
3. Der Ausführungspreis einer Market Order kann erheblich vom angegebenen Preis abweichen. Dies kann an einer Preisänderung zwischen dem Zeitpunkt der Auslösung der Order durch den Nutzer und der Ausführung der Order liegen (Slippage). Insbesondere in Zeiten von hohen Volumina, Illiquidität, schnellen Bewegungen oder Volatilität kann der Kurs der auf der Plattform gehandelten digitalen Vermögenswerte vom Kurs zum Zeitpunkt der Order des Nutzers über die Services abweichen.
4. Wenn der Nutzer Anweisungen zum Kauf oder Verkauf von Digitalen Vermögenswerten über den Preisgarantieservice erteilt, wird seine Preisgarantieanfrage in einem vom zentralen Limit-Orderbuch getrennten Segment der Bitvavo-Handelsplattform platziert und gegen den Kontrahenten ausgeführt, dessen Quote als Antwort auf die Preisgarantieanfrage des Nutzers akzeptiert wurde. Dies hat zur Folge, dass Preisgarantieanfragen über den Marktpreisen ausgeführt werden können, was zu geringeren Gewinnen oder höheren Verlusten für den Nutzer führt.
5. Die Märkte für digitale Vermögenswerte haben unterschiedliche Liquiditätsgrade. Während einige recht liquide sind, können andere illiquide sein, was bedeutet, dass nur sehr wenige Nutzer bereit sind, zu einem bestimmten Zeitpunkt zu traden. Enge oder illiquide Märkte bergen ein potenziell erhöhtes Verlustrisiko, da sie eine hohe Preisvolatilität aufweisen können und es für Marktteilnehmer in solchen Märkten unmöglich sein kann, Marktpositionen anders als zu sehr ungünstigen Preisen zu liquidieren. Es gibt keine Garantie dafür, dass es in den Märkten für digitale Vermögenswerte möglich ist, Positionen zu günstigen Preisen anzulegen oder aufzulösen. Ebenso wenig kann garantiert werden, dass diese Positionen genau dann aktiv und liquide sind, wenn es gewünscht wird. Bestimmte Beschränkungen können für die Art und Weise bestehen, wie Nutzer handeln können, oder für die Märkte, auf denen sie handeln können. Bitvavo kann vom Nutzer verlangen dass er dem Lending Service für die bei einem solchen Handel erworbenen Digitalen Vermögenswerte zustimmt, wodurch der Nutzer den mit dem Lending Service verbundenen Risiken ausgesetzt wird (siehe unten).
6. Eine Limit Order kann eine Taker-Order sein, obwohl der Nutzer erwartet hat, dass es sich um eine Maker-Order handelt. Dadurch entstehen höhere Gebühren für den Nutzer. Der Wechsel von einer Limit Order zu einer Taker-Order ist darauf zurückzuführen, dass möglicherweise kurz vor der Platzierung der Limit Order des Nutzers andere Limit Order im Order Book platziert wurden. Dies kann dazu führen, dass die Limit Order des Nutzers zu einem besseren Preis als dem, den der Nutzer in seiner Limit Order angegeben hatte, ausgeführt wird.
7. Plattformen für digitale Vermögenswerte und damit verbundene Konten werden häufig von Hackern und Personen angegriffen, die sich unbefugten Zugang zu den Geldmitteln des Nutzers verschaffen wollen. Dies kann durchaus dazu führen, dass Geldmittel des Nutzers unwiederbringlich verloren gehen. Es liegt in der alleinigen Verantwortung des Nutzers, sein Konto so zu schützen, wie es in der Nutzungsvereinbarung festgelegt ist. Neben der Wahl eines sicheren Passworts empfiehlt Bitvavo jedem Nutzer dringend, die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu aktivieren und die von Bitvavo bereitgestellte Anti-Phishing-Funktion zu nutzen.
8. Bei der Übertragung oder Einzahlung digitaler Vermögenswerte kann es zu verschiedenen Arten menschlichen Fehlverhaltens kommen. Beispielsweise können Nutzer ihre digitalen Vermögenswerte an eine falsche Wallet-Adresse übertragen oder die falsche Blockchain verwenden. Aufgrund der Art der Protokolle, die den Services zugrunde liegen, können solche fehlerhaften Transaktionen nicht rückgängig gemacht werden. Es liegt in der alleinigen Verantwortung des Nutzers sicherzustellen, dass alle Transaktionen fehlerfrei sind.
9. Vor allem in Zeiten hoher Volumina und hoher Volatilität kann der Zugang zur Plattform und deren Funktionsfähigkeit beeinträchtigt sein. Dies kann zu Einschränkungen beim Zugang zum Konto des Nutzers und zu den Services führen. Unter anderem kann es vorkommen, dass es nicht möglich ist, Transaktionen auszulösen oder abzuschließen oder dass sich die Reaktionszeiten des Supports verlängern. Insbesondere während solcher Zeiten können die auf der Plattform angezeigten Kurse für digitale Vermögenswerte von den Kursen abweichen, zu denen Order ausgeführt werden.
10. Obwohl Bitvavo und die Stiftung angemessene Maßnahmen zur Sicherung der Bitvavo Digital Asset Wallets und der Bitvavo E-Token Wallets ergreifen, können sie keine vollständige Sicherheit garantieren. Störungen oder Lücken können zu einem vollständigen Verlust der Geldmittel führen. Die Nutzung der Bitvavo Digital Asset Wallet erfolgt auf eigenes Risiko des Nutzers.
11. Die Stiftung kann Geldmittel in Euro für Nutzer auf Euro-Bankkonten und in Form von sicheren, liquiden und risikoarmen Vermögenswerten im Einklang mit allgemein anerkannten Regeln und Standards halten. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit einer Bank, die solche Geldmittel in Euro hält, kann dies zum vollständigen Verlust der Geldmittel des Nutzers führen. Die Geldmittel in Euro des Nutzers, die in solchen sicheren, liquiden und risikoarmen Vermögenswerten gehalten werden, unterliegen dem Risiko einer Zahlungsunfähigkeit der betreffenden Gegenpartei(en) und dem Risiko, dass diese Vermögenswerte im Falle außergewöhnlich hoher Auszahlungsvolumina nicht kurzfristig verkauft werden können.
12. Aus Gründen der Sicherheit und Effizienz können die Stiftung und Bitvavo digitale Vermögenswerte bei Drittanbietern verwahren, über die sie keinerlei Kontrolle haben. Ausfälle, technische Störungen oder Versagen der Sicherheitsvorkehrungen bei einem Drittanbieter von Verwahrungsleistungen können deshalb zu einem vollständigen Verlust der Geldmittel des Nutzers führen.
13. Bitvavo und Bitvavo Custody bieten keine Giro-, Spar- oder sonstigen Konten an, die durch eine Einlagensicherung oder Versicherung gegen Verluste gedeckt sind.
14. Durch Nutzung der API (wie in der Nutzungsvereinbarung enthalten) kann der Nutzer Dritten erlauben, sich mit seinem Konto und den Services von Bitvavo zu verbinden. Es ist wichtig, dass der Nutzer sich über solche Dritte informiert und ihnen vertraut. Die Gewährung eines solchen Zugangs kann zu unerwünschten oder fehlerhaften Interaktionen in Verbindung mit dem Konto des Nutzers führen, was wiederum unter anderem den Verlust von Geldmitteln oder der Funktionsfähigkeit des Kontos oder der Services nach sich ziehen kann. Solche Dritte werden von Bitvavo in keiner Weise gründlich überprüft oder genehmigt. Die Nutzung der API und der Dienste Dritter, die mit der API interagieren, erfolgt auf eigenes Risiko des Nutzers.
15. Aufgrund der Art der Service kann die Ausführung von Preisgarantieanfragen länger dauern oder ganz ausbleiben. Infolgedessen kann der Nutzer möglicherweise nicht in der Lage sein, zum gewünschten Zeitpunkt mit Vermögenswerte zu handeln und Verluste oder verpasste Chancen zu erleiden.
16. Bitvavo kann die bei der Stiftung gehaltenen digitalen Vermögenswerte im Staking als Validator oder Delegator in einem Proof-of-Stake-Blockchain-Protokoll oder -Netzwerk einer Drittpartei staken. Solche Netzwerke können in Bezug auf die Höhe der Zinsen, die sie auszahlen, uneinheitlich sein und können auch überhaupt keine Belohnungen (Rewards) anbieten.
17. Die Staking Services sind abhängig vom Funktionieren der zugrunde liegenden dezentralen Blockchain-Protokolle. Diese Protokolle werden von Dritten aufrechterhalten und geregelt und liegen somit außerhalb der Reichweite und des Einflusses von Bitvavo. Das bedeutet, dass Bitvavo verlorene Geldmittel nicht zurückholen, wiederherstellen oder retten kann, wenn die Protokolle, über die Geldmittel des Nutzers gehalten werden, eine Fehlfunktion haben, gestört werden oder komplett aufhören zu bestehen. Insbesondere kann der Nutzer alle oder einen Teil seiner Geldmittel verlieren, wenn ein solches Blockchain-Protokoll (das ordnungsgemäß funktioniert und seinen programmierten Regeln folgt) die digitalen Vermögenswerte im Staking des Nutzers aufgrund von Umständen, die außerhalb der Kontrolle des Nutzers und von Bitvavo oder seinen verbundenen Unternehmen liegen, ein Slashing (ein Blockchain-Mechanismus, durch den ein Teil oder das gesamte eingesetzte digitalen Vermögenswerte im Staking zerstört oder anderweitig weggenommen wird), durchführt. Außerdem kann der Nutzer seine gesamten oder einen Teil seiner Geldmittel aufgrund einer Fehlfunktion in einem solchen Blockchain-Protokoll verlieren. In einem solchen Fall sind Bitvavo oder seine verbundenen Unternehmen nicht in der Lage, diese Geldmittel an den Nutzer zurückzugeben, und sind dazu nicht verpflichtet.
18. A. Die Höhe der Staking Rewards kann sich von Zeit zu Zeit ändern. Es besteht das Risiko, dass ihr Wert sinkt, nachdem sich der Nutzer für den Staking Service angemeldet hat.
18. B. In einigen Netzwerken für Digitale Vermögenswerte ist es erforderlich dass die Digitalen Vermögenswerte im Staking während des Einsatzes für einen bestimmten Zeitraum gesperrt (nicht verkäuflich oder übertragbar) sind. Dies gilt insbesondere für Digitale Vermögenswerte im Staking, bei denen der Nutzer sich zuvor angemeldet hat, um im Gegenzug für die Sperrung seiner Digitale Vermögenswerte im Staking für einen bestimmten Zeitraum höhere Staking-Reward zu erhalten. Während der vorgenannten Sperrfrist und/oder der Zeit, die für die Aufhebung der Sperrung erforderlich ist, kann der Nutzer die Digitalen Vermögenswerte im Staking möglicherweise nicht verkaufen oder übertragen und erleidet dadurch Verluste oder verpasste Chancen.
19. Bitvavo Custody kann die aktuellen und zukünftigen digitalen Vermögenswerte eines Nutzers, der sich für den Lending Service entschieden hat, verleihen und sie nach eigenem Ermessen an dritte Kreditpartner weiterverleihen. Bitvavo steuert die Risiken des Lending Services durch verschiedene Praktiken zur Risikosteuerung, zu denen die Bewertung der Kreditwürdigkeit eines Kreditpartners, die Anforderung an die Kreditpartner, ausreichende Sicherheiten zu stellen, die kontinuierliche Überwachung zur frühzeitigen Erkennung von Anzeichen einer Zahlungsunfähigkeit oder einer Insolvenz, die Diversifizierung des Kreditportfolios und die Einrichtung von Verfahren zur Rückgewinnung von Vermögenswerten im Falle einer Zahlungsunfähigkeit oder einer Insolvenz gehören. Ungeachtet dessen können Kreditpartner in Verzug geraten und nicht in der Lage sein, einen Teil oder alle fälligen digitalen Vermögenswerte des Lending Service und Lending-Rewards zurückzuzahlen. Bitvavo und Bitvavo Custody schließen jegliche Haftung für die Rückzahlung der digitalen Vermögenswerte des Lending Service und Lending-Rewards aus und können in einem solchen Fall keine Entschädigung leisten. Die Kreditpartner sind nicht immer verpflichtet, Bitvavo Custody volle Sicherheiten zu stellen. Daher führt die Zahlungsunfähigkeit eines Kreditpartners zum Verlust der digitalen Vermögenswerte des Lending Service und Lending-Rewards eines Nutzers.
20. Die digitalen Vermögenswerte des Lending Service können zum Zeitpunkt der Rückzahlung einen geringeren Wert haben als zum Zeitpunkt der Übertragung.
21. Die Höhe der Lending Rewards können sich von Zeit zu Zeit ändern. Es besteht das Risiko, dass ihr Wert sinkt, nachdem sich der Nutzer für den Lending Service angemeldet hat.
22. Regulatorische Änderungen oder Unsicherheiten können sich auf die Rechtmäßigkeit oder Lebensfähigkeit des Lending Services auswirken, was dazu führen könnte, dass der Lending Service nicht mehr angeboten wird.
23. Im Gegensatz zu den meisten Währungen oder Vermögenswerten, die von Regierungen oder anderen juristischen Personen oder durch andere Rohstoffe wie Gold oder Silber gesichert sind, sind digitale Vermögenswerte eine einzigartige Art von Vermögenswerten, die auf Technologie und regelbasierter Zusammenarbeit beruhen. Es gibt keine Zentralbank oder andere dritte Partei, die Korrekturmaßnahmen zum Schutz eines digitalen Vermögenswertes ergreifen kann.
24. Bitvavo hat keine Kontrolle über die Lieferung, Qualität, Sicherheit, Rechtmäßigkeit oder andere Aspekte der digitalen Vermögenswerte, die Sie über die Services kaufen, halten oder verkaufen können, und übernimmt dafür keine Haftung. Bitvavo besitzt oder steuert keine der zugrunde liegenden Softwareprotokolle, die den Umgang mit digitalen Vermögenswerten, die der Bitvavo Service unterstützt, regeln. Diese zugrunde liegenden Protokolle können sich ohne Vorankündigung ändern oder nicht mehr funktionieren, was zu einem vollständigen Verlust der digitalen Vermögenswerte oder ihres Werts führen kann.
25. Aufgrund der Besonderheit der Blockchain-Technologie und der ihr zugrunde liegenden Protokolle können auf der Plattform gespeicherte oder gehandelte digitale Vermögenswerte unwiederbringlich verloren gehen oder vorübergehend bzw. auf unbestimmte Zeit beschädigt oder gelöscht werden.
26. Der Markt, die Technologie und der rechtliche Rahmen für digitale Vermögenswerte sind neu und unsicher. Die Services von Bitvavo bewegen sich in einem teilweise regulierten Rechtsbereich und können im Zuge der Entwicklung von Gesetzen und Verordnungen geändert oder sogar eingestellt werden.
27. Die rechtliche Einstufung (bestimmter) digitaler Vermögenswerte ist unter Umständen nicht eindeutig und kann nach den Gesetzen verschiedener Rechtsordnungen in der ganzen Welt unterschiedlich sein. Wie ein digitaler Vermögenswert rechtlich eingestuft wird und welche Folgen dies für die Rechte eines Nutzers an den Geldmitteln hat, kann je nach Rechtsordnung unterschiedlich sein.
28. Die Rechtmäßigkeit der Services in einer bestimmten Rechtsordnung kann ungewiss sein. Der Nutzer ist dafür verantwortlich, zu wissen und zu verstehen, wie digitale Vermögenswerte und die Services für diese digitalen Vermögenswerte nach den für den Nutzer geltenden Gesetzen behandelt, reguliert und besteuert werden.
29. Die auf der Website, der Bitvavo-Plattform oder anderweitig von Bitvavo zur Verfügung gestellten Materialien dienen ausschließlich Informationszwecken und können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Bitvavo kann Inhalte von Dritten bereitstellen. Bereitgestellte Informationen können irreführend, unvollständig oder fehlerhaft sein. Der Nutzer ist stets allein für die Beurteilung der Relevanz, Richtigkeit, Angemessenheit und Zuverlässigkeit der bereitgestellten Materialien verantwortlich.
30. Die aktuelle steuerliche Behandlung der Services ist nicht abschließend geklärt und kann auch von der individuellen steuerlichen Behandlung eines Nutzers abhängig sein. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Steuerbehörden und Gerichte frühere Steuerbescheide zur Behandlung von Einkünften im Zusammenhang mit den Services anpassen oder ändern.
Risikoaufklärung |
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Version vom: 06. Oktober 2025 |
Einleitung |
Bitvavo B.V. („Bitvavo“) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht mit Sitz in den Niederlanden (Handelsregisternummer: 68743424). Der eingetragene Firmensitz befindet sich an der Keizersgracht 281, 1016ED Amsterdam, Niederlande. Bitvavo ist von der niederländischen Finanzmarktaufsicht (Autoriteit Financiële Markten – AFM), unter der Registrierungsnummer 41000010, als Anbieter von Kryptodienstleistungen gemäß der Verordnung (EU) 2023/1114 über Märkte für Krypto-Assets (MiCA), in ihrer jeweils gültigen Fassung, zugelassen. Bitvavo ist u. a. berechtigt, den Betrieb einer Handelsplattform für Krypto-Vermögenswerte als Dienstleistung anzubieten. Bitvavo Custody B.V. („Bitvavo Custody“) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht (Handelsregisternummer: 80118844), deren eingetragener Sitz sich an der Keizersgracht 281, 1016ED Amsterdam, Niederlande, befindet. Die von Bitvavo und Bitvavo Custody angebotenen Services unterliegen den Bedingungen der Nutzungsvereinbarung (die „Nutzungsvereinbarung“). Bitvavo Custody ist nur im Zusammenhang mit dem Lending Service und der Margin-Handelsfazilität eine Vertragspartei der Nutzungsvereinbarung, sofern zutreffend. Bitvavo Custody ist keine nach der MiCA oder einer anderen europäischen sektorspezifischen Gesetzgebung regulierte Einrichtung; sie ist kein Anbieter von Krypto-Dienstleistungen und unterliegt weder der Aufsicht der AFM noch einer anderen Behörde. Zur Klarstellung wird festgehalten, dass die Lending Services, die Margin-Handelsfazilität, der Preisgarantieservice und die Staking Services nicht unter die MiCA oder andere europäische sektorspezifische Gesetzgebungen fallen. Dies bedeutet, dass die Nutzer beim Gebrauch dieser Services möglicherweise nicht denselben Umfang an Rechten und Schutz genießen, wie er nach der MiCA vorgesehen ist. Die Nutzung der Bitvavo-Services und der Bitvavo-Handelsplattform sowie der Handel mit Digitalen Vermögenswerten kann Risiken beinhalten, die außerhalb der Kontrolle von Bitvavo liegen. Bitvavo und Bitvavo Custody haften nicht für solche Risiken. Diese Risikoaufklärung enthält eine nicht abschließende Auflistung solcher Risiken. Es können weitere, in diesem Dokument nicht genannte Risiken bestehen, die speziell auf einzelne Digitale Vermögenswerte zutreffen. Diese werden – sofern verfügbar – im jeweiligen Whitepaper des Digitalen Vermögenswerts aufgeführt. Für Digitale Vermögenswerte, die über die Bitvavo-Handelsplattform handelbar sind, wird auf die entsprechenden Whitepaper auf der Bitvavo-Handelsplattform und/oder innerhalb der Bitvavo-Umgebung verwiesen. Dieser Anhang stellt keine vollständige Offenlegung aller Risiken im Zusammenhang mit dem Handel oder der Investition in Digitale Vermögenswerte dar. Es ist für den Nutzer wichtig, sorgfältig zu prüfen, ob Investitionen in Digitale Vermögenswerte und die Nutzung der Bitvavo-Services im Hinblick auf seine Risikotoleranz, Anlageziele, finanzielle und steuerliche Situation, persönliche und rechtliche Gegebenheiten sowie sonstige relevante Faktoren geeignet sind. Diese Risikoaufklärung, die einige der wesentlichen Risiken bei der Nutzung der Bitvavo-Services beschreibt, kann bei dieser Einschätzung hilfreich sein. Begriffe, die in diesem Dokument verwendet und nicht gesondert definiert werden, sind in der Nutzungsvereinbarung definiert. Diese Risikoaufklärung ist in englischer Sprache sowie in weiteren Sprachfassungen verfügbar. Bei Abweichungen hat die englische Fassung Vorrang. |
1. Marktrisiko Jede Investition ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der Wert Digitaler Vermögenswerte kann erheblich schwanken. Es besteht ein inhärentes Risiko, dass ein Nutzer bei einem Handel mit Digitalen Vermögenswerten und der Inanspruchnahme der entsprechenden Services von Bitvavo erhebliche Verluste erleidet. Die vergangene Wertentwicklung bestimmter Digitaler Vermögenswerte ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Eine solche Investition ist nur für Nutzer geeignet, die den vollständigen Verlust des investierten Kapitals tragen können, und sollte nicht als stabile Einkommensquelle angesehen oder mit dieser Erwartung eingegangen werden. Dies bedeutet, dass der Nutzer für jeden der von ihm in Betracht gezogenen Services prüfen sollte, ob das damit verbundene Risiko zu seiner finanziellen Situation, seiner Risikobereitschaft und seinen sonstigen persönlichen Umständen passt. 1.1. Liquiditätsrisiko Einige Digitale Vermögenswerte können eine geringe Liquidität aufweisen, was die rechtzeitige Ausführung von Ordern zu den gewünschten Preisen beeinträchtigen oder zu einer teilweisen Ausführung führen kann. Illiquide Märkte können zu größeren Spreads und höheren Handelskosten führen. Die Volatilität auf illiquiden Märkten neigt dazu, höher zu sein, da die Orderbücher weniger liquide sind. 1.2. Entkopplungsrisiko Bestimmte digitale Vermögenswerte orientieren sich an anderen Fiat-Währungen oder Vermögenswerttypen und sollen einen stabilen Wert beibehalten (in der Regel sogenannte Stablecoins). Der Wert solcher Digitalen Vermögenswerte kann jedoch sinken, wenn sie aufgrund von Marktbedingungen, Ausfällen oder Insolvenzen der Emittenten, dem Verlust von Reservevermögen oder regulatorischen Maßnahmen ihre 1:1-Bindung verlieren. Nutzer können dadurch teilweise oder vollständig Verluste erleiden. 1.3. Slippagerisiko Marktaufträge („Market Order“) können zu einem anderen als dem ursprünglich angezeigten Preis ausgeführt werden. Ursachen hierfür können hohe Volatilität, geringe Liquidität oder Verzögerungen bei der Ausführung sein. 1.4. Währungsrisiko Auch US-Dollar-basierte Coins werden auf der Bitvavo-Handelsplattform angeboten. Für Nutzer mit Euro als Basiswährung besteht daher ein Währungsumrechnungsrisiko. 1.5. Konzentrationsrisiko Ereignisse, die sich auf einen bestimmten Digitalen Vermögenswert auswirken, können sich erheblich auf ein Portfolio auswirken, das stark auf diesen Digitalen Vermögenswert konzentriert ist. |
2. Systemisches Risiko Das Krypto-Wirtschaftssystem ist stark vernetzt. Bestimmte Akteure wie Handelsplattformen, Stablecoin-Emittenten, Verwahrstellen (Custodians) und Liquiditätsanbieter nehmen zentrale Rollen ein. Der Ausfall oder die Insolvenz eines bedeutenden Teilnehmers – beispielsweise einer viel genutzten Börse, eines Stablecoin-Emittenten oder einer Verwahrstelle – kann Kettenreaktionen oder einen umfassenden Vertrauensverlust im Markt auslösen. Dies kann die Liquidität, Preisbildung oder Zugänglichkeit einer Vielzahl von Digitalen Vermögenswerten beeinträchtigen – selbst solcher, die nicht direkt mit dem betroffenen Teilnehmer verbunden sind. Bitvavo kann solche systemweiten Risiken nicht verhindern oder abschwächen und kann durch geteilte Infrastrukturen, Gegenparteien oder Marktverflechtungen ebenfalls betroffen sein. Nutzer sollten sich bewusst sein, dass systemische Risiken zu Unterbrechungen der Dienste, vorübergehender Nichtverfügbarkeit von Vermögenswerten oder plötzlichen Wertänderungen führen können. |
3. Regulatorische und gesetzliche Risiken Gesetzliche oder regulatorische Änderungen können erhebliche Auswirkungen auf den derzeitigen Aufbau der Bitvavo-Handelsplattform haben. Solche Änderungen können auch bedeuten, dass einzelne digitale Vermögenswerte wesentlich angepasst werden müssen. Bitvavo kann nicht garantieren, dass regulatorische oder gesetzliche Änderungen nicht zur Einschränkung oder Beendigung bestimmter Dienste auf der Bitvavo-Handelsplattform führen. |
4. Steuerliche Risiken Der Kauf, Verkauf, Tausch oder das Halten Digitaler Vermögenswerte kann steuerliche Folgen für den Nutzer haben. Einige Länder haben bereits spezifische steuerliche Regelungen für Digitale Vermögenswerte eingeführt, weitere Änderungen oder zusätzliche Vorschriften sind jedoch zu erwarten. Bitvavo kann unter bestimmten Umständen (jetzt oder zukünftig) verpflichtet sein, Steuer abzuführen. Einbehaltene Steuerbeträge werden an die zuständigen Steuerbehörden abgeführt und können von Bitvavo nicht erstattet werden. Bitvavo wird Informationen über Transaktionen des Nutzers und/oder über vom Nutzer gehaltene Digitale Vermögenswerte an eine oder mehrere Steuerbehörden melden, soweit eine solche Meldung nach geltendem Recht erforderlich ist. Bitvavo wird Steuern auf Transaktionen des Nutzers einbehalten und abführen, soweit dies nach geltendem Recht vorgeschrieben ist. Bitvavo kann Steuerdokumente oder Bescheinigungen im Hinblick auf den steuerlichen Status des Nutzers sowie dessen Steueridentifikationsnummer oder ähnliche Informationen erheben, soweit dies gesetzlich erforderlich ist. Die Nutzer sollten ihre eigene steuerliche Situation in Bezug auf Digitale Vermögenswerte prüfen und ihren Steuerberater konsultieren, bevor sie Investitionsentscheidungen in Bezug auf Digitale Vermögenswerte treffen. |
5. Kryptotechnologie- und designbedingte Risiken Digitale Vermögenswerte sind weder durch Regierungen noch durch Rohstoffe wie Gold abgesichert. Es gibt keine Zentralbank, die in Krisenzeiten Maßnahmen zum Schutz des Wertes Digitaler Vermögenswerte ergreifen kann, etwa durch die Ausgabe zusätzlicher Einheiten. Stattdessen sind Digitale Vermögenswerte autonom und größtenteils unreguliert innerhalb von Blockchain-Netzwerken organisiert. Das bedeutet, dass der Nutzer darauf vertrauen muss, dass ein digitales, dezentralisiertes und teilweise anonymes System, das auf Peer-to-Peer-Kommunikation und Kryptografie basiert, ordnungsgemäß funktioniert. Nutzer müssen sich der mit der Technologie verbundenen Risiken bewusst sein, darunter (aber nicht beschränkt auf): Ausfälle bei Hardware, Software oder Internetverbindung, Schadsoftware oder Cyberangriffe, unbefugter Zugriff Dritter auf Informationen und/oder Vermögenswerte (einschließlich Digitaler Vermögenswerte), Ausfälle oder Störungen in Blockchain-Netzwerken, andere Formen von Angriffen auf die Infrastruktur. Dies bedeutet auch, dass Bitvavo möglicherweise keine Kontrolle über die Lieferung, Qualität, Sicherheit, Rechtmäßigkeit oder andere Aspekte der Digitalen Vermögenswerte hat, für die Bitvavo dem Nutzer Service anbietet und auch nicht dafür haftet. Im Falle eines systemischen Ausfalls kann dies zum Verlust der Digitalen Vermögenswerte des Nutzers führen |
6. Risiko von Software-Schwächen Die Technologien Digitaler Vermögenswerte sowie Plattformen wie Smart-Contract-Systeme und andere damit zusammenhängende Technologien, einschließlich ihrer zugrundeliegenden technischen Konzepte und Theorien, befinden sich größtenteils noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Sie sind unbewiesen und außerhalb des Einflussbereichs von Bitvavo. Es besteht ein grundsätzliches Risiko, dass diese Technologien Schwächen, Sicherheitslücken oder Fehler enthalten. Solche Schwächen könnten beispielsweise zum vollständigen Verlust Digitaler Vermögenswerte führen – auch dann, wenn die von Bitvavo eingesetzte Software und Infrastruktur ordnungsgemäß funktioniert. Viele der für den Verkauf, Transfer oder das Halten digitaler Vermögenswerte erforderlichen Technologien und Software-Anwendungen werden nicht von einem klassischen Softwareanbieter herausgegeben oder von einer zentralen Stelle zertifiziert. Das bedeutet, dass keine einzelne Partei für potenzielle Mängel haftbar gemacht werden kann. Bitvavo verwendet anerkannte Sicherheitszertifikate, die von Drittanbietern (sogenannten Certificate Authorities) ausgestellt werden und allgemein als sicherheitssteigernd gelten und zeigt diese auch. Dennoch kann Bitvavo letztlich nicht garantieren, dass diese Zertifikate auf der Handelsplattform gültig oder korrekt sind. Die regelmäßige Aktualisierung der Bitvavo-App, des Internetbrowsers sowie des zugrundeliegenden Betriebssystems kann helfen, bestimmte Risiken und Schwachstellen zu minimieren. |
7. Risiko in Bezug auf Diebstahl und Internet-Sicherheitslücken Die Softwareanwendungen und sonstigen technischen Komponenten, die die Bitvavo-Handelsplattform und ihre Dienste unterstützen, können Ziel elektronischer oder physischer Angriffe sein. Solche Angriffe können zur unwiderruflichen Entwendung oder zum Verlust Digitaler Vermögenswerte oder zum Diebstahl bzw. Verlust persönlicher Daten führen. |
8. Risiko der Aufhebung der Vorteile der 2FA Bitvavo empfiehlt dringend, dass der Nutzer die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) nutzt. Es ist jedoch zu beachten, dass der Sicherheitsvorteil der 2FA effektiv reduziert oder aufgehoben werden kann, wenn beide Authentifizierungsfaktoren mit denselben Zugangsdaten oder Geräten zugänglich sind. |
9. Risiko schwacher Login-Daten und Verlust von Zugangsdaten. Wenn der Nutzer in Fällen, in denen Bitvavo dies vorsieht, keine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) nutzt, kann jede Person, die das Passwort und die E-Mail-Adresse des Nutzers kennt, möglicherweise auf das Nutzerkonto und die bei Bitvavo verwahrten Digitalen Vermögenswerte zugreifen und im Namen des Nutzers Order platzieren. Das bei der Registrierung gewählte Passwort (und dessen spätere Änderungen) kann Angriffen ausgesetzt sein, selbst wenn es einzigartig und nur dem Nutzer bekannt ist. Das Risiko steigt, wenn das Passwort schwach ist (in Länge und/oder Komplexität) und/oder persönliche Details enthält (z. B. Name, Geburtsdatum, Wohnort) oder Wörter aus einem Wörterbuch. Bitvavo empfiehlt, immer ein starkes und einzigartiges Passwort zu wählen (das nicht bei anderen Diensten verwendet wird) und die 2FA zu aktivieren. Obwohl stärkere Passwörter statistisch weniger wahrscheinlich von Angreifern geknackt werden, ist kein Passwort vollkommen sicher. Der Indikator zur Passwortstärke wird anhand allgemeiner Parameter berechnet und überprüft nicht, ob das Passwort des Nutzers persönliche Daten oder Wörter aus einem Wörterbuch enthält. Dieser Indikator sollte nur als Richtlinie verstanden werden. |
10. Risiko von Phishing und/oder Social Engineering SMS- und E-Mail-Dienste sind anfällig für Spoofing- und Phishing-Angriffe. Der Nutzer sollte sich stets in sein Konto einloggen, um Transaktionen oder erforderliche Maßnahmen zu überprüfen, wenn Unsicherheit hinsichtlich der Echtheit einer Mitteilung oder Benachrichtigung besteht. Phishing-Angriffe können trotz SMS-, E-Mail- oder ähnlichen Diensten auch über Suchmaschinen, Anzeigen in Suchmaschinen oder andere betrügerische Links erfolgen. Obwohl Bitvavo die Teilnahme an der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) dringend empfiehlt, kann die 2FA erfolgreiche Phishing- und/oder Social-Engineering-Angriffe nicht verhindern, wenn die Anmeldedaten des Nutzers einschließlich der 2FA in einem solchen Angriff offengelegt werden. Phishing oder Social Engineering können zum Diebstahl oder Verlust der Digitalen Vermögenswerte des Nutzers führen. |
11. Operationelles Risiko Bitvavo bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit und zuverlässige Plattformleistung. Dennoch können während Phasen von Marktstress technische Probleme auftreten, einschließlich Ausfälle oder Unterbrechungen des Dienstes, die Ein- und Auszahlungen oder den Handel blockieren können; verzögerte Order-Ausführungen, insbesondere bei Market Ordern in volatilen Phasen; und Preisabweichungen durch Verzögerungen oder Liquiditätsengpässe. Bitvavo kann ausgeführte Transaktionen gemäß den Handelsregeln stornieren oder anpassen. Dies kann zu verpassten Handelsgelegenheiten oder unerwarteten Verlusten führen. |
12. Kreditrisiko Nutzer sind Kreditrisiken ausgesetzt, wenn Gegenparteien ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Dies kann andere Nutzer, Bitvavo Custody oder externe Institutionen betreffen, die im Namen des Nutzers innerhalb der Stiftung Gelder halten. Bitvavo Custody Bei Diensten wie Lending oder verzögerter Abwicklung tragen Nutzer das Kreditrisiko von Bitvavo Custody. Sollte Bitvavo Custody zahlungsunfähig werden, könnten Nutzer Teile oder alle ihrer Vermögenswerte oder Rewards verlieren. Gegenparteirisiko Es besteht die Möglichkeit, dass Gegenparteien geliehene Vermögenswerte nicht zurückgeben oder Verpflichtungen nicht erfüllen. Bitvavo garantiert keine Leistungen Dritter, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Kreditinstitute Fiat-Gelder, die bei Drittbanken gehalten werden, unterliegen dem Kreditrisiko dieser Institute. Auch wenn diese reguliert sind, besteht das Risiko eines Zahlungsausfalls, insbesondere bei Verlusten, die über versicherte Beträge hinausgehen oder nicht durch Schutzsysteme gedeckt sind. Keine Garantiesysteme Die im Rahmen der Nutzungsvereinbarung erbrachten Services unterliegen keinem Einlagensicherungs- oder Anlegerschutzsystem. Nutzer tragen das volle Risiko, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist. |
13. Trading Services Digitale Vermögenswerte sind volatile Anlagen und können von irrationalen und/oder rationalen Spekulationsblasen oder Vertrauensverlust betroffen sein, die zu einem Zusammenbruch der Nachfrage im Verhältnis zum Angebot und umgekehrt führen können. Dies bedeutet, dass der Nutzer beim Investment in diese Vermögenswerte einen erheblichen und sogar vollständigen Verlust erleiden kann. Dieses Risiko besteht auch beim Handel mit Stablecoins. Wenn der Nutzer auf der Bitvavo-Handelsplattform eine Market-Order verhandelt und platziert, kann der Ausführungspreis erheblich von dem auf der Plattform angezeigten Preis abweichen. Dies ist auf eine Preisänderung zwischen dem Zeitpunkt der Orderaufgabe durch den Nutzer und der tatsächlichen Ausführung zurückzuführen und wird allgemein als „Slippage“ bezeichnet. Die Ausführung einer Order hängt stets von ausreichender Liquidität auf der Bitvavo-Handelsplattform ab. Dies bedeutet, dass manche Order nicht sofort ausgeführt werden können und die Ausführung während Zeiten hoher Volatilität und/oder geringer Liquidität verzögert werden kann oder ganz ausbleiben kann. Dies kann zu einem ungünstigeren Preis als erwartet oder zu einem Nichterfüllen der Transaktion zum gewünschten Preis führen. Darüber hinaus bergen illiquide Märkte ein erhöhtes Verlustrisiko, da sie stärkeren Preisschwankungen ausgesetzt sein können. Es besteht keine Garantie, dass Märkte für Digitale Vermögenswerte es Nutzern ermöglichen, Positionen zu akzeptablen Preisen zu eröffnen oder zu schließen oder dass diese Märkte zum gewünschten Zeitpunkt überhaupt aktiv und liquide sind. |
14. Bitvavo Handelsplattform und Handelsrisiken Während Zeiten hoher Handelsvolumina, Illiquidität und/oder Volatilität können Unterbrechungen und/oder Fehler beim Handel auftreten. Dies kann zu Einschränkungen der Services führen, einschließlich der Unfähigkeit, Order zu platzieren oder auszuführen. Dadurch können Order oder Transaktionen verzögert werden, ganz ausbleiben oder zu ungünstigen Preisen ausgeführt werden. Zudem kann Bitvavo etwaige Fehler korrigieren, zum Beispiel durch Änderung oder Stornierung bereits ausgeführter Order, was sowohl zu Gunsten als auch zu Ungunsten des Nutzers geschehen kann. Dies kann unerwartete finanzielle Verluste oder verpasste Handelsmöglichkeiten zur Folge haben. |
15. Margin-Handelsfazilität Wenn der Nutzer die Margin-Handelsfazilität aktiviert hat (Opt-in), ermöglicht Bitvavo dem Nutzer, Short-Positionen einzugehen, indem er Digitale Vermögenswerte von der Bitvavo Custody B.V. leiht, die durch vom Nutzer gestellte Fiat-Sicherheiten (EUR) besichert werden. Margin-Handel birgt erheblich höhere Risiken als Spot-Handel und kann zu schnellen und erheblichen Verlusten führen. Die Margin-Handelsfazilität wird auf Basis einer isolierten Margin bereitgestellt, bei der jede Position separat besichert wird. Nutzer sollten sorgfältig prüfen, ob Margin Trading ihrer finanziellen Situation, ihrer Risikobereitschaft und ihrer Handelserfahrung entspricht. Durch die Nutzung der Margin-Handelsfazilität erkennt der Nutzer unter anderem die folgenden Risiken an und akzeptiert sie: Hebel- und Leerverkaufsrisiko Der Hebeleffekt vergrößert das Gewinn- und Verlustprofil einer Position: Bei einem Hebel von 5x kann beispielsweise eine ungünstige Marktbewegung von 1 % zu einem Verlust von 5 % auf den Wert der gehebelten Position führen. Umgekehrt werden auch günstige Preisbewegungen verstärkt. Dieser Multiplikatoreffekt bedeutet, dass kleine Marktveränderungen die Sicherheiten schnell aufzehren und zu einer Liquidation führen können. Nutzer bleiben für alle daraus entstehenden negativen Kontosalden vollständig haftbar. Sicherheitenbindung und Isolationsrisiko Gesundheitsverhältnis und Liquidationsrisiko Leihkosten und Zinsanfall Marktvolatilität und Ausführungsrisiko System- und Betriebsrisiko Keine Garantie der Rentabilität |
16. Preisgarantieservice Wenn der Nutzer den Preisgarantieservice aktiviert hat, wird ihm ein garantierter Preis angeboten, den er vor der Ausführung akzeptieren kann. Allerdings wird dem Nutzer nicht immer für jeden Digitalen Vermögenswert auf der Bitvavo-Handelsplattform ein garantierter Preis über den Preisgarantieservice angeboten. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Volatilität und Liquidität zu einem bestimmten Zeitpunkt und Markt, wodurch sich die Ausführung von Ordern verzögern oder ganz ausbleiben kann. Wenn Bitvavo dem Nutzer keinen garantierten Preis anbieten kann oder eine Order nicht zum garantierten Preis ausgeführt werden kann, wird Bitvavo den Nutzer entsprechend informieren. Akzeptiert der Nutzer ein Angebot mit garantiertem Preis für seine Order, trägt er während der kurzen Zeitspanne zwischen der Annahme des Preises und der Ausführung seiner Order im RfQ-Segment der Bitvavo-Handelsplattform kein Marktrisiko. Um jedoch unvorhergesehene Preisschwankungen in dieser Zeit abzudecken, kann der garantierte Preis einen Zuschlag enthalten, der im Marktpreis für den betreffenden Digitalen Vermögenswert enthalten ist. Ändert sich der Marktpreis nach der Orderaufgabe zugunsten des Nutzers, wird die Order dennoch zum angenommenen garantierten Preis ausgeführt. Hätte der Nutzer die Order nicht über den Preisgarantieservice aufgegeben, hätte der Marktpreis im CLOB (Central Limit Order Book) besser sein können als der garantierte Preis. Derzeit ist Inveniam B.V. der einzige Market Maker im RFQ-Segment der Bitvavo-Handelsplattform, der auf Preisgarantie-Order reagiert. Inveniam B.V. ist ein Unternehmen, das mit Bitvavo verbunden ist. Der Nutzer sollte beachten, dass diese Konzernbeziehung potenzielle Interessenkonflikte mit sich bringen kann. Bitvavo bemüht sich, die Risiken zu mindern, die sich daraus ergeben, dass Inveniam B.V. der alleinige Market Maker im RFQ-Segment ist, und strebt transparente, faire und wettbewerbsfähige Märkte für digitale Vermögenswerte an. Weitere Details zu Interessenkonflikten sind in der Interessenkonflikt-Erklärung zu finden. |
17. Keine Beratung Die Verfügbarkeit Digitaler Vermögenswerte zum Handel auf der Bitvavo-Handelsplattform stellt weder eine Empfehlung zum Abschluss einer bestimmten Transaktion dar, noch eine Zusicherung, dass ein Digitaler Vermögenswert für den Nutzer geeignet oder passend ist. Jegliche Informationen, die Bitvavo dem Nutzer auf der Webseite, in der Bitvavo-Umgebung oder anderweitig bereitstellt, sind nicht als Investitions-, Finanz-, Handels-, Rechts-, Regulierungs-, Steuer- oder Buchhaltungsberatung zu verstehen. Sie sind nur indikativ, können Inhalte Dritter enthalten und können ohne Vorankündigung geändert werden. Obwohl wir bestrebt sind, die Informationen auf der Webseite und in der Bitvavo-Umgebung so genau wie möglich zu halten, besteht das Risiko, dass sie unvollständig, veraltet oder ungenau sind. Der Nutzer ist allein verantwortlich für alle Anlageentscheidungen, einschließlich der Entscheidung, nicht zu handeln, sowie für die Bewertung der Relevanz, Genauigkeit, Angemessenheit und Verlässlichkeit der von uns auf der Bitvavo-Handelsplattform und/oder in der Bitvavo-Umgebung oder auf andere Weise bereitgestellten Informationen. |
18. Custody Services Um die Sicherheit der vom Nutzer eingezahlten Digitalen Vermögenswerte zu erhöhen, kann die Stiftung Digitale Vermögenswerte in Cold Wallets speichern, auch bekannt als Offline- oder Kaltlagerung, von denen einige von Drittanbietern bereitgestellt werden. Diese vollständige Isolierung von Online-Netzwerken ist das entscheidende Merkmal von Cold Wallets, die maximalen Schutz für die Aufbewahrung Digitaler Vermögenswerte bieten sollen. Dies kann zu Verzögerungen bei der Auszahlung eines Digitalen Vermögenswertes an den Nutzer führen. Darüber hinaus hat Bitvavo keinen Einfluss auf die Funktionalität, Sicherheit, Verfügbarkeit und/oder Kontinuität der Dienste von Drittverwahrern und haftet nicht für Vorfälle, die zu Verlusten Digitaler Vermögenswerte oder dem Zugriff auf Digitale Vermögenswerte führen, sofern diese nicht auf Bitvavo zurückzuführen sind. Die Konten des Nutzers (einschließlich aller darauf befindlichen Vermögenswerte) sind nicht gegen Verluste garantiert oder versichert. |
19. Transfer Services Jede Überweisung eines Digitalen Vermögenswertes erfordert korrekte Angaben vom Nutzer und kann zum Verlust dieses Vermögenswertes führen, wenn die Angaben fehlerhaft sind. Dies liegt in der Natur der Blockchain, bei der Transaktionen grundsätzlich nicht rückgängig gemacht werden können. Es liegt in der Verantwortung des Nutzers, jeden beabsichtigten Transfer auf Richtigkeit zu überprüfen – sonst trägt er das Risiko eines Verlustes seiner Vermögenswerte. |
20. Staking Service Wenn der Nutzer den Staking-Service aktiviert hat, kann Bitvavo berechtigte Digitale Vermögenswerte, die bei der Stiftung gehalten werden, als Validator oder Delegator in einem Drittanbieter-Proof-of-Stake-Blockchain-Protokoll oder -Netzwerk einsetzen. Der Staking-Service ist abhängig von der Funktionsfähigkeit der zugrundeliegenden dezentralisierten Blockchain-Protokolle, welche von spezialisierten Drittparteien verwaltet und reguliert werden. Dies bedeutet, dass Bitvavo verlorene Digitale Vermögenswerte nicht zurückholen oder wiederherstellen kann, wenn die Protokolle ausfallen, gestört werden oder vollständig aufhören zu existieren. Die Staking-Rewards können sich von Zeit zu Zeit ändern, und es besteht das Risiko, dass die Rewards nach Aktivierung des Staking-Services sinken. Risiken beim Staking Digitaler Vermögenswerte umfassen unter anderem:
Die meisten Digitalen Vermögenswerte im Staking werden auf nativen Proof-of-Stake (PoS)-Plattformen eingesetzt, während nur ein kleiner Teil über Smart Contracts direkt gestakt wird. Smart-Contract-Staking bietet zwar Rewards, birgt aber auch Risiken wie Fehler oder Sicherheitslücken im Vertrag sowie Risiken durch Änderungen am zugrundeliegenden Protokoll. Um diese Risiken zu steuern, prüfen wir alle Protokolle sorgfältig, bevor wir sie unterstützen. Bitvavo bestimmt, welche Validatoren verwendet werden; die Nutzer nehmen nicht an der Validator-Auswahl oder der Governance der Digitalen Vermögenswerte teil. Weitere Details zu den Risiken des Stakings sind in der Staking-Risikoaufklärung auf unserer Webseite und in der App verfügbar. |
21. Lending Service Wenn der Nutzer den Lending-Service aktiviert hat, kann Bitvavo Custody berechtigte Digitale Vermögenswerte ausleihen und an andere Nutzer weiterverleihen. Bitvavo Custody ergreift verschiedene risikomindernde Maßnahmen, darunter die Verpflichtung der Kreditnehmer zur Stellung ausreichender Sicherheiten, eine kontinuierliche Überwachung zur frühzeitigen Erkennung von Anzeichen eines Zahlungsausfalls oder einer Insolvenz, Diversifizierung des Kreditportfolios sowie die Einrichtung von Verfahren zur Rückgewinnung von Vermögenswerten im Falle eines Zahlungsausfalls oder einer Insolvenz. Trotz dieser Schutzmaßnahmen kann es vorkommen, dass Kreditnehmer ihre Darlehen gegenüber Bitvavo Custody nicht zurückzahlen. Obwohl Verluste, die sich aus einem solchen Zahlungsausfall ergeben, nicht den Nutzern zugewiesen werden, die sich für den Lending Service entschieden haben, tragen diese ein verbleibendes Kreditrisiko gegenüber Bitvavo Custody, an die sie ihre Digitalen Vermögenswerte verliehen haben. Folglich können sie einen Teil ihrer im Lending Service eingesetzten Digitalen Vermögenswerte und/oder ihrer Lending Rewards verlieren, falls Bitvavo Custody diese Digitalen Vermögenswerte gemäß dem entsprechenden Darlehensvertrag mit dem betreffenden Kreditnehmer nicht zurückerlangen kann und infolgedessen insolvent wird. Im Rahmen des Lending Service sind Erträge (Rewards) nicht garantiert und können von Zeit zu Zeit variieren. Es besteht das Risiko, dass die Erträge sinken, nachdem der Nutzer dem Lending Service beigetreten ist. Für die Berechnung der Erträge wird auf unsere Preisrichtlinie verwiesen. Weitere Details zu Risiken im Zusammenhang mit Lending sind in der Lending-Risikoaufklärung auf unserer Webseite und in der App verfügbar. |
22. API (Schnittstelle zur Programmierung von Anwendungen) Durch die Nutzung der API kann der Nutzer Dritten über API-Schlüssel erlauben, mit seinem Nutzerkonto zu interagieren. Diese Dritten sind möglicherweise weder mit Bitvavo verbunden noch von Bitvavo genehmigt. Bevor der Nutzer einer solchen Partei Zugang gewährt, sollte er eine sorgfältige Prüfung (Due Diligence) vornehmen, um sicherzustellen, dass diese vertrauenswürdig ist. Es wird dringend empfohlen, nur die minimal notwendigen Berechtigungen für die API-Schlüssel zu erteilen und die IP-Whitelist-Funktion zu verwenden, um den Zugriff einzuschränken. Die Nutzung der API erfolgt auf eigenes Risiko des Nutzers. Bitvavo haftet nicht für finanzielle Verluste, einschließlich, aber nicht beschränkt auf den Verlust Digitaler Vermögenswerte, der durch die Nutzung der API entsteht. Wenn der Nutzer seine privaten API-Schlüssel mit Dritten teilt, könnten diese oder ihre IT-Systeme (etwa wenn automatisierte Handels-Bots über die API genutzt werden) in einer Weise mit der Bitvavo-Handelsplattform interagieren, die vom Nutzer nicht beabsichtigt oder erwartet war. Bitvavo kann jede durch den privaten API-Schlüssel signierte Anweisung als gültig und verbindlich betrachten, bis der Nutzer oder eine andere Partei Bitvavo rechtzeitig über eine Sicherheitsverletzung oder Unregelmäßigkeit bezüglich der API-Schlüssel informiert. |
23. Wiederkehrender Kauf (Recurring Buy) Mit der Funktion „Recurring Buy“ bietet Bitvavo die Möglichkeit, regelmäßig einen festen Betrag automatisiert in ausgewählte Digitale Vermögenswerte zu investieren. Das Hauptmerkmal von Recurring Buy ist, dass der Nutzer konsistent einen festen Betrag monatlich investiert, unabhängig vom aktuellen Preis der betreffenden Digitalen Vermögenswerte zum Zeitpunkt der monatlichen Investition. Dieser Ansatz kann das Risiko von Markt-Timing reduzieren und potenziell zu einem durchschnittlichen Kaufpreis führen, der weniger empfindlich gegenüber kurzfristigen Schwankungen ist. Allerdings kann diese Methode auch zu geringeren Renditen führen im Vergleich zu einer Einmalanlage, wenn die Märkte mittel- bis langfristig konstant steigen. |
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Das Trading mit Kryptowährungen birgt erhebliche Risiken. Kryptowährungen sind äußerst volatil und du kannst einen Teil oder den gesamten investierten Betrag verlieren. Die Informationen auf dieser Seite stellen keine Anlageberatung dar und sollten nicht als solche angesehen werden. Bitvavo B.V. ist gemäß der Verordnung (EU) 2023/1114 (MiCA) als Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen von der Autoriteit Financiële Markten (AFM), Vijzelgracht 50, 1017 HS Amsterdam, zugelassen. Weitere Informationen findest du in unserer Risikoaufklärung.
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