Ether feiert starkes Comeback

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Bitvavo30. Mai 2025

Der Kryptomarkt hat eine starke Woche hingelegt. Der Bitcoin-Preis liegt bei 94.000 EUR, mehr als 10 % höher als vor sieben Tagen. Viele Altcoins schnitten sogar noch besser ab. Selbst Ether, die krisengebeutelte Nummer zwei, konnte kräftig zulegen. 

Ether makes a strong comeback EN

Markt-Update

Nach einem Anstieg um 40 % innerhalb eines Monats liegt der Bitcoin zum ersten Mal seit Anfang Februar bei über 100.000 USD. In Dollar gerechnet sind es nur noch wenige Prozent bis zu einem neuen Allzeithoch, in Euro ist dieser Meilenstein jedoch noch viel weiter entfernt. Aufgrund des teureren Euro liegt der Bitcoin mit 94.000 EUR noch rund 11 % unter dem Rekordwert von 106.000 EUR. 

Nicht nur Bitcoin erholt sich. Zahlreiche Altcoins haben in den letzten Tagen stark zugelegt. Ether ist binnen einer Woche um rund 40 % gestiegen und liegt zum Redaktionsschluss bei 2.250 EUR. Dies ist bemerkenswert, da ETH in diesem Bullenmarkt bis vor kurzem nicht mithalten konnte. 

Das folgende Diagramm zeigt die gesamte Marktkapitalisierung der Altcoins auf den Plätzen 11 bis 125, sortiert nach Größe. In TradingView heißt dieser Index "OTHERS". Einige Analysten nennen ihn auch "Altcoin-Index". 

Der Altcoin-Markt hinkt Bitcoin hinterher, zeigt aber Anzeichen eines neuen Aufwärtstrends. Ein höheres Hoch (HH) und ein Anstieg über den dominanten Durchschnitt würden auf eine weitere Erholung hindeuten. Während sich Bitcoin in Dollar bereits seinem Allzeithoch nähert, muss dieser Altcoin-Index noch um 70 % steigen, um das Niveau wieder zu erreichen. 

Im Fokus

Der Staat als Bitcoin-Investor 

Bitcoin als strategische Reserve? Tatsächlich: In den USA nimmt diese Idee plötzlich Gestalt an – zwar nicht auf Bundesebene, aber in einer wachsenden Zahl einzelner Staaten. 

Letzte Woche ermöglichte New Hampshire es als erster Staat, einen Teil seiner öffentlichen Reserven in Bitcoin zu investieren. Das Gesetz legt eine Obergrenze von 5 % fest. Digitale Vermögenswerte müssen eine Marktkapitalisierung von mindestens 500 Mrd. USD aufweisen – eine Schwelle, die derzeit nur Bitcoin erreicht. 

Wenig später folgte Arizona, jedoch etwas vorsichtiger. Ein ehrgeiziger Gesetzentwurf zum aktiven Kauf von Bitcoins wurde Anfang des Monats abgelehnt: zu riskant, so der Gouverneur. Stattdessen hat sich eine abgeschwächte Variante durchgesetzt. Der Staat könnte als Vermögensverwalter für nicht beanspruchte Kryptowährungen fungieren und die erzielten Gewinne zur Finanzierung seiner eigenen Bitcoin-Kassen verwenden. 

New Hampshire und Arizona sind allerdings nicht die einzigen. Ähnliche Gesetzentwürfe liegen in mindestens 18 US-Staaten auf dem Tisch. Nach Schätzungen des Vermögensverwalters VanEck summiert sich das auf potenzielle Bitcoin-Investitionen im Wert von 23 Mrd. USD, was etwa 220.000 BTC entspricht. 

Dort, wo (5), entsprechende Gesetzentwürfe scheiterten, wurde die Volatilität von Bitcoin als größte Sorge genannt. Quelle: BitcoinReserveMonitor.com  

Der Trend ist klar: Während Trumps Regierung noch immer auf ihren Versprechungen beharrt, suchen die einzelnen Staaten nun konkrete Möglichkeiten, Bitcoin zu akzeptieren. Das ist kein politisches Statement, sondern eine strategische Entscheidung. Bitcoin wird dann nicht nur von Privatpersonen oder Unternehmen genutzt, sondern auch von Regierungen. 

Das ist bemerkenswert, denn Bitcoin wurde einst als Alternative zu staatlichem Geld konzipiert. Es ist fast schon ironisch, dass genau jene Regierungen, die sich vor geldpolitischen Risiken schützen wollen, dies nun mit einer Währung tun, die komplett von der politischen Sphäre getrennt ist. 

Was als Protest begann, könnte am Ende Teil des Systems werden. Den Anfang machten Unternehmen, nun kommen die Staaten – und wer weiß, in welchem Maßstab es dann weitergeht. 

Weitere News

  • Immer mehr Unternehmen legen Bitcoin als strategische Reserve in ihre Bilanzen.   Von Metaplanet und Semler Scientific bis hin zu Strategy: Die Bitcoin-Welle in den gewinnt an Dynamik. Vermögensverwalter Strive erfindet sich als Bitcoin-Unternehmen neu, David Bailey (BTC Inc.) sammelt 300 Mio. USD für ein neues Anlagevehikel: Bernstein-Analysten erwarten in den nächsten Jahren 330 Mrd. USD an Zuflüssen. Sogar die Telefonkonferenz von Strategy zu den Quartalsergebnissen zog mehr als 150.000 Zuschauer  – das ist beispiellos. Kurz: In den Sitzungssälen riecht es nach digitalem Gold.

  • Ether (ETH) ist in diesen Tagen eine auffällige Erscheinung: Im Vergleich zu Bitcoin verzeichnet Ether seine stärkste Woche seit Mai 2024. Insgesamt stieg der Preis um rund 30 % auf rund 2.500 USD. Dieser Aufschwung wird mehreren Faktoren zugeschrieben – unter anderem dem institutionellen Interesse, dem jüngsten Pectra-Upgrade und positiven Marktentwicklungen. Doch noch ein anderes Phänomen spielt eine Rolle: Die Auftragsbücher sind dünn. Nach Ansicht einiger Analysten treibt nicht die Nachfrage den Preis in die Höhe, sondern ein Mangel an Liquidität. Der Markt steigt, doch er ist auch nervös.

  • Memecoins sind wieder auf dem Vormarsch. Token wie PEPE, FLOKI und GOAT verzeichneten erhebliche Zuwächse, wobei PEPE beim Handelsvolumen sogar Dogecoin übertraf. Der Gesamtmarktwert dieser Handelskategorie stieg um 8 % auf 71 MRD USD. Analysten sprechen vom Beginn einer Alt-Season, warnen aber auch vor dem spekulativen Charakter dieser Rally. Das Potenzial ist groß, doch das gilt auch für die Risiken.

  • US-Stablecoin-Gesetz plötzlich in Gefahr. Was Bitwise-CIO Matt Hougan zunächst für einen Selbstläufer hielt, ist nun gefährdet. Die Demokraten wenden sich im Senat gegen den GENIUS Act, da sie zu schwache AML-Regeln befürchten und Trumps persönliche Verbindungen in die Kryptowelt für eine Gefahr halten. Dass über dessen eigenen, via World Liberty Financial ins leben gerufenen Stablecoin 2 Mrd. USD in Binance investiert wurde, beschwichtigt die Zweifler auch nicht gerade. Die Zeit drängt: Der Abgabetermin für diesen Gesetzentwurf ist im August.

  • Fintech Superstate startet RWA-Plattform Opening Bell. Die Plattform ermöglicht es öffentlichen und privaten Unternehmen, Blockchain-Netzwerke Anteile auszugeben. Superstate zielt darauf ab, die Kapitalmärkte durch öffentliche Netzwerke wie Ethereum und Solana zu modernisieren. Diese Mission wurde am selben Tag überraschend von SEC-Kommissarin Hester Peirce unterstützt. Sie deutete eine Ausnahme für diese Anwendung an. Technologie und Politik scheinen also endlich zueinander zu finden. 

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